Von Paris bis Günther – Das Blut der Erde als zweites Standbein

inszeniertes Portrait// Günther Jauch und seine Frau Thea JauchPromi-Weingüter: Nötig haben sie es nicht. Geld haben sie genug. Die Arbeit erledigt sowieso das dafür qualifizierte Personal. Und trotzdem steigen immer mehr Prominente in die Winzer-Szene ein und lassen ihren Namen auf die Etiketten besonders edler Tropfen drucken.

 

Dass der moderne Star von heute sich nicht ausschließlich auf sein eigentliches Talent konzentriert, ist ja erst einmal nichts Neues. Seit Jahren gibt es ein kleines Stück der besten Sänger, Schauspieler oder Moderatoren auch in Form von Parfüm, Fitnessgeräten oder Anti-Falten-Creme, wieso also jetzt auch nicht Wein?

Wenn´s einer vormacht…

Wurden Paris Hilton und ihr Dosen-Prosecco vor einigen Jahren noch belächelt, haben mittlerweile auch andere Stars und Sternchen die Vorzüge erkannt, wenn man in den Getränkemarkt einsteigt. Eigentlicher Vorreiter der Winzer-Bewegung ist aber Gerard Depardieu, der bereits sein erstes Weingut kaufte, als die Schreiberin dieser Zeilen noch nicht einmal mit der Blechtrommel um den Weihnachtsbaum rannte. Heute hat quasi alles nachgezogen, was Rang, Namen und einen erlesen Geschmack hat.

MIRAVAL-Cannes1Promi-Weingüter von Günther bis Brad

Ob deutsche TV-Lieblinge wie Günther Jauch oder internationale Stars wie Brangelina und Bob Dylan: Sie alle besitzen mindestens ein Weingut und damit mindestens ein zweites Standbein. Sogar die harten Heavy Metal Jungs von Motörhead vertreiben unter ihrem Namen keinen harten Whisky oder Bongs, sondern lieblichen Rosé für knapp 13 Euro. Sowieso scheint für jeden Weinliebhaber das passende Promi-Tröpfen dabei zu sein: Von Riesling über Schaum- und Eiswein bis hin zum tiefroten Burgunder ist so ziemlich alles dabei. Was die Qualität anbelangt: Da scheiden sich die Geister. Der gute Name einer berühmten Person allein hat natürlich nur herzlich wenig Einfluss auf das, was dann in den Fässern reift. Neben dem bekannten „Lage, Lage, Lage“ spielen für die Qualität eines richtigen guten Weins so viele Faktoren eine Rolle, dass das den Rahmen hier sprengen würde. Wir finden: Völlig egal, ob Drew Barrymore ihren Namen auf das Etikett drucken lässt oder die italienische „Nonna“ des kleinen Familienbetriebs noch barfuß die Trauben quetscht – entscheidend ist einzig und allein der Geschmack, und zwar ihrer. Verlassen Sie sich also weiterhin auf ihre Nase, den Gaumen oder einen guten Sommelier im Spitzenrestaurant. Oder auf die Zeilen von Udo Jürgens.

Und nicht vergessen: „Ein Essen ohne Wein nennt man Frühstück.“

Weingut Günther Jauch

 

Lena Kunikowski

Fotos: Juliane Werner, Copyright Weingut von Othegraven

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