Alles Gold was glänzt

Ausgestorbene Technik neu entdeckt

Die Fassmalerei beschreibt eine fast ausgestorbene Technik, die jeder Art von Holzmöbeln, Skulpturen und edlem Interieur ein ganz besonderes historisches Flair verleiht. In mehreren Arbeitsschritten werden die Oberflächen der Antiquitäten, wie Esstische, Stühle oder Kommoden zunächst patiniert, dann dekoriert und anschließend vergoldet.

Die Arbeiten der Fassmalerei sind vor allem in Kirchen, Schlössern oder alten Gestüten zu bewundern. Damit dieses Handwerk auch im heimischen Wohnzimmer wieder stilvoll Einzug erhält, findet man im Netz ausgewählte Kommoden und gustavianische Schränke, allesamt Einzelstücke aus Skandinavien. Vergoldete Konsolen im Barockstil sowie königliche Spiegel aus Frankreich des 18. Jahrhunderts sind ebenfalls Einzigartiges mit Stil der herausragenden Fassmalereikunst.

Von einem familiengeführten Traditionsbetrieb aus Norddeutschland stammt zum Beispiel eine schwarz gefasste Louis XVI- Konsole. Das Schmuckstück ist in Teilen polimentvergoldet und die Platte wurde in einer schlichten Steinoptik bearbeitet.

Ein weiteres Beispiel ist der gustavianische Geschirrschrank aus dem 18. Jahrhundert samt Sprossentüren oben und drei Türen unten. Außen strahlt seine Oberflächenstruktur im edlen Weiß. Innen wurde er in einem warmen Rot gefasst und verfügt über drei Schubladen.

Geschirrschrank

Basis der Vergoldungstechnik bildet die Arbeit mit Kreidegrund, welche bereits im 14. und 15. Jahrhundert im Zeitalter der Romanik in Europa auftauchte. Auch heutzutage werden dank neuer Möglichkeiten und Lacke Möbel und Skulpturen farblich im neuen Gewand eingefasst.

Nach der Kreidegrundierung werden unterschiedliche Lasuren aufgetragen. Der vorbereitete Grund wird meist zur Glanzvergoldung verwendet. Abschließend werden die Objekte mit einer Pantina überzogen, um den Möbelstücken ein antikes Aussehen zu verleihen. Der so entstandene Reliefcharakter erhält durch Glätten und Polieren seine höchste Perfektion.

 

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